
Am 08.04.1985 bin ich in Muttenz (Basel Land) geboren. Ich habe als zweitgeborener Sohn den vierten Platz in der Familie eingenommen. Bis in das Kindergartenalter bin ich in Muttenz aufgewachsen. Danach zogen wir ins Berner Oberland nach Frutigen. Als ich mein Dialekt angepasst hatte, kam auch schon die Schule in meinen Alltag. In der dritten Klasse hatte ich einen Klassenlehrer, der uns im Singunterricht mit dem Klavier begleitet hatte. Diese Klänge haben in mir das Verlangen nach Klavierspielen geweckt. Mit acht Jahren besuchte ich zum ersten Mal bei meinem Klassenlehrer den Klavierunterricht. Nach einer gewissen Zeit stellte ich den Unterricht ein und spielte nur noch ab und zu ein paar Lieder, die ich noch auswendig konnte, oder versuchte eigene Melodien zu erfinden. Dies gelang mir aber nur teilweise. Da ich eine Menge verschiedene Hobbys hatte, setzte sich der Staub auf meinem Klavier.
Als ich aus der Schule kam, begannen für mich zwei neue Kapitel: Rennrad fahren und in einer Band spielen.
Als ich meine Lehre als Polymechaniker begann, wurde ich angefragt, in einer christlichen Band mitzuspielen. Ich habe zugesagt und zwei Jahre mitgespielt. So bekam ich wieder Freude am Spielen und habe mich in dieser Zeit musikalisch weiterentwickelt. In dieser Band lernte ich mein Instrument richtig einzusetzen, so dass mit den anderen Instrumenten zusammen eine Harmonie entstand. Da ich nebenbei Radrennen fuhr, hatte ich manchmal etwas Mühe, genügend Zeit zum Üben zu finden. Es war immer eine Kompromisslösung. Eigentlich war ich in der Lehre, nebenbei kam Radfahren und Klavierspielen dazu. Ich habe mir das Klavierspielen einfach auch in den Trainingsplan geschrieben.

Ich hatte grosse Freude am Rennradfahren, trainierte immer mehr und fing an Rennen zu bestreiten. Ich bemerkte wie hart es in dieser Sportart zu beissen gab. Trotzdem wollte ich mich dieser Lebensschule aussetzen und mein Durchhaltewille stärken. Später fuhr ich drei Jahre lizenziert Rennen. Bei nationalen Rennen konnte ich aber nie wirklich mithalten. Nach bestandener Lehrabschlussprüfung als Polymechaniker, entschloss ich mich, das Jahr 2006 dem Radsport zu widmen. Dies war mein letztes Jahr mit Rennlizenz. Ich arbeitete 80% um mehr Zeit zum Radfahren zu finden. In diesem Jahr habe ich meine Grenzen kennen gelernt. Es war trotzdem ein tolles Kapitel in meinem Leben. Ich habe sehr viele Leute kennen gelernt, bekam tiefen einblick in den Profisport und habe mein Wissen über das Training ausgebaut. Aber ende Sommer hatte ich die Nase voll von Radsport. Eines meiner Knie konnte die tägliche Belastung einer Pässefahrt in Österreich nicht ertragen. Und diese ewigen Dopingfälle im Profisport haben meiner grossen Motivation das Licht für eine sportliche Zukunft ausgeblasen. Ich habe nach meinem sportlichen Schlusspunkt mein Rennrad mehr als ein halbes Jahr nicht mehr angefasst. Erst später konnte ich diese schlechten Erinnerungen beim Anblick meines Rennrads wegstecken und fahre nur noch gelegentlich mal aus.

Schon im Kindesalter fand ich Musik etwas Tolles. Bemerkte die Stimmungsvermittlung. Aber erst später bekam ich tieferen Einblick in diese grenzenlose Ausdrucksweise. Ich bin überzeugter Christ, glaube an Gott und seinen Sohn Jesus Christus. Ich nehme mein Talent als ein Geschenk Gottes dankbar an. Ich habe als Teenager gefühlt, dass dieses Talent in mir ist, konnte es aber nicht anwenden. Es kam mir vor, als hätte ich ein Werkzeug in meine Hände gelegt bekommen, das ich nicht zu gebrauchen weis! Dies hat mir keine Ruhe gelassen. Ich wollte unbedingt dieses "Werkzeug" gebrauchen. Ich habe Gott immer wieder darum gebeten und nicht aufgegeben. Meine Geduld wurde auf die Probe gestellt aber ich habe erhalten wofür ich gebeten habe und bin Gott sehr dankbar dafür.
Mit Musik kann jedes Gefühl vermittelt werden. Wenn ich z.B. an die Filmproduktion denke, ist der gezielte Einsatz von passender Musik wichtig. Erst das Zusammenspiel von Bild und Ton wird ausdrucksstark.
Ich liebe es zu komponieren. Ich kann Emotionen und Gefühle immer besser zu einem Lied formen.
So wird mir kaum langweilig am Kla4. Es ist das Schönste für mich, wen ich mir ein frisch entstandenes Lied anhören kann, das in seiner Ausdrucksweise genau meinen Gefühlen entspricht.
Ich freue mich über mein erstes Album und bin gespannt, wohin mein Weg führen wird.

